Am 17. September 2026 war Prof. Dr. Christoph Strünck von der Universität Siegen zu Gast an der Gesamtschule Marienheide. Im Pädagogischen Zentrum (PZ) hielt er vor Schülerinnen und Schülern einen Impulsvortrag zum Thema Gesundheitsreform und gab dabei spannende Einblicke in aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen.
Im Zentrum des Vortrags stand die Frage: „Haben wir ein schlechtes Gesundheitssystem?“ Anstatt darauf eine einfache Antwort zu geben, näherte sich Prof. Strünck dem Thema aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Anhand empirischer Daten zeigte er unter anderem auf, welche Rolle soziale Ungleichheit im Gesundheitssystem spielt und wie unterschiedlich die Voraussetzungen für Gesundheit und gesundheitliche Versorgung innerhalb der Gesellschaft sein können.
Dabei gelang es Prof. Strünck, komplexe Zusammenhänge anschaulich und verständlich zu vermitteln. Sein kurzweiliger und informativer Vortrag fand einen guten Zugang zu den Schülerinnen und Schülern und verband wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen Fragen, die den Alltag unmittelbar betreffen.
Über das Thema Gesundheitspolitik hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem Einblicke in die Sozialwissenschaften als wissenschaftliche Disziplin und Studienfach. So wurde deutlich, wie gesellschaftliche Entwicklungen mithilfe empirischer Daten untersucht und politische sowie soziale Zusammenhänge wissenschaftlich analysiert werden können.
Wie groß das Interesse der Schülerinnen und Schüler war, zeigte sich besonders im Anschluss an den Vortrag. In einer offenen Gesprächs- und Fragerunde nutzten sie ausgiebig die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen, einzelne Aspekte des Vortrags zu vertiefen und mit Prof. Strünck ins Gespräch zu kommen.
Der Besuch bot damit nicht nur einen informativen Blick auf die Herausforderungen unseres Gesundheitssystems, sondern machte zugleich erfahrbar, wie Sozialwissenschaften aktuelle gesellschaftliche Fragen untersuchen und zur Diskussion stellen.
von Christoph Haselbach